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Ärzteorchester e.V.

Kritik Südkurier, Konzert Messkirch 2003

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Werkverzeichnis
links

Südkurier 14.04.2003

Bodensee-Ärzteorchester konzertierte in Meßkirch für Jugendarbeit

Romantische Orchestermusik

VON
ANGELIKA ARZT

Romantische Orchestermusik erfordert eine große Besetzung, um zu wirken. Das Bodensee-Ärzteorchester mit 50 Mitgliedern erwies sich als voller, runder Klangkörper, der dieser Anforderung gerecht wurde. In Meßkirch konnten das am Samstagabend die Liebhaber sinfonischer Musik beeindruckend erleben.
Das Bodensee-Ärzteorchester, ein Zusammenschluss von nebenberuflichen Musikern aus der Bodenseeregion, unterstützt mit seinen Konzerten soziale und kulturelle Einrichtungen und Hilfsprojekte. Über den Erlös dieses Konzertes darf sich die Meßkircher Jugendarbeit freuen.
Die Schauspielmusik zu “Rosamunde” von Franz Schubert erforderte gleich zu Beginn des Abends von den Musikern großes Können und viel Achtsamkeit in der Ausgestaltung der für Schubert typischen weitgespannten Melodiebögen.
Unter der Leitung von Hans Jörg Walter, der mit einer expressiven Schlagtechnik die Musiker führte, kamen sowohl der volkstümliche Liebreiz wie auch die verhaltene Melancholie in dem viersätzigen Werk gut zur Geltung.
In dem Violinkonzert Nr. 1 g-moll von Max Bruch prägte die großartige Sologeigerin Claudia Schwarz das musikalische Geschehen. Alle Facetten des Ausdrucks beherrschte die Solistin souverän. Neben der technischen Brillanz berührte sie vor allem mit ihrem sehr sensiblen Einfühlungsvermögen. Die große emotionale Spannbreite, die den Sätzen zugrunde lag, spielte sie nicht nur, sie lebte sie. Für das Orchester erwies es sich als eine große Herausforderung, die Vorgaben der Solovioline aufzugreifen und im Zusammenspiel zu ergänzen. Dank der klaren Stabführung von Hans Jörg Walter gelang eine beeindruckende Interpretation dieses anspruchsvollen Werks.
Mit der Orchestersuite “Masques et Bergamasques” op. 112 von Gabriel Faure, einer Sammlung von kurzen Tanzsätzen, bot das Bodensee-Ärzteorchester nochmals ein lebendiges Bild seiner musikalischen Vielseitigkeit.
Für den langen, reichen Applaus am Ende des beeindruckenden Konzerts wurden die Zuhörer mit zwei Zugaben bedankt.

 

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